Weinprobe
Sehsinn
Stellt den ersten Kontakt zum Getränk her, z. B. Farbe des Weines, aber natürlich auch die Optik des Glases.
Tastsinn
Ein Riedel-Glas fasst man immer am Stiel an. Fühlen Sie die perfekte Balance des Glases. Die handwerkliche Verarbeitung garantiert die seidenweiche Oberfläche von Stiel, Bodenplatte und Kelch.
Geruchssinn
Um die Eigenschaften des Weines nicht zu verfälschen, ist es notwendig, Form und Volumen des Glases auf den Charakter der Getränke abzustimmen. Mehr Duftintensität erhalten Sie durch Schwenken des Glases. Olfaktorische Details des Getränkes werden dadurch besser wahrgenommen. Ihre persönliche Präferenz für unterschiedliche Weine entscheidet Ihre Nase! Ihr Geruchssinn ist imstande, viele hundert verschiedene Aromen zu definieren. Die Qualität eines großen Weines zeigt sich besonders in seinem Bouquet. Geben Sie sich bewußt diesem Erlebnis hin.
Geschmackssinn
Dieser bestätigt meist, was ihre Nase wahrgenommen hat. Formspezifische Parameter sind dafür verantwortlich, wie das Getränk in den Mund gelangt und infolge dort seine Qualität entwickelt. Die Form des Glases, sein Volumen und der Durchmesser des Mundrandes (sowie seine Ausführung, Rollrand bzw. geschliffener Mundrand) lenken den Schluck (schmal – breit – vorne oder hinten) auf die Zunge, die auf Grund ihrer Sensibilität die vier Geschmackskomponenten – Süß – Sauer – Salz und Bitter – wahrnimmt. Mit dem Tastsinn der Zunge sind wir imstande, Temperatur und Konsistenz des Getränkes wahrnehmen. Am Gaumen entfaltet sich der Wein weiter, jedoch zeigt sich die geschmackliche Intensität von Frucht, Säure und Tannin in verschiedenen Glasformen völlig unterschiedlich. Auch der Abgang ist von der Form des Glases stark beeinflußt. Aus dem richtigen Glas bleibt im Mund die angenehme Erinnerung und die Vorfreude auf den nächsten Schluck.
Gehörsinn
Sprechen können Gläser nicht! Jedoch klingen sie wunderbar, wenn man mit ihnen anstößt. Achten Sie darauf, daß Sie die Gläser nicht am Mundrand oder Bodenplatte anstoßen, sondern an der weitesten Stelle (“Bauch an Bauch”).